Hochberg
Die Einzellage trägt die älteste Lagenbezeichnung von Pfeddersheim. Im Jahre 774 wird sie in einer Urkunde des Kloster Lorsch als „in Oemberc“ erstmals erwähnt. 1517 wird sie „super ufme Hoenberge“ genannt und zwei Jahrhunderte später dann „aufm Hochenbergh“. Die Lage ist denn auch ein Plateau, hoch über Pfeddersheim gelegen.
Es besteht aus steinigen Löß- und Lehmauflagen und ist zur Sonne hin ausgerichtet. Familie Pfannebecker pflegt hier eine mit Riesling bestockte Parzelle, die mikroklimatisch besonders geschützt ist: Die Trauben finden Wärme, die sie zur Reife brauchen. Zugleich kühlt das Plateau in der Nacht ab, was die Aromatik und Fruchtbildung des Rieslings auf natürliche Weise prägt.
So entsteht Riesling mit feinem Schmelz, mit Mineralität und intensiver Frucht. Er ist schon in der Jugend zugänglich und hat außerdem Potenzial für Reife und Lagerung.
Eine Besonderheit sind die alten Gewürztraminer-Reben, die hier wachsen.
Pflanzjahr 1960
Im Frühjahr 1960 hat Wolfgang Pfannebecker, der Vater von Holker und Großvater von Max, in der Einzellage Hochberg eine kleine Parzelle mit Gewürztraminer bepflanzt. Es ist eine alte, hochwertige Rebselektion, die heute so gut wie ausgestorben ist.
Inzwischen haben die Pflanzen ein Alter erreicht, in dem sie nur noch sehr wenige Trauben bilden können. Diese aber besitzen Komplexität und natürliche Konzentration, was im Wein als subtile Würze, Tiefgründigkeit und Eleganz zum Ausdruck kommt. Wie lange die Rebstöcke noch leben werden, ist ungewiss, jeder Jahrgang Gewürztraminer ist ein Geschenk.